Vielseitiger Guard
Gestern wurde seine Verpflichtung bekannt gegeben: Drew Neitzel heißt der Neuzugang im Team der TBB Trier. Im ersten Interview nach seiner Ankunft spricht der 24-jährige Aufbauspieler über seine ersten Eindrücke von Trier und dem Team, seine Selbsteinschätzung und seine Ziele mit den Moselstädtern.
Trier bietet mir eine gute Gelegenheit, mich noch einmal in dieser Saison zu beweisen. Nachdem ich Frankreich verlassen hatte, habe ich mich in den Staaten fit gehalten und auf den Anruf meines Agenten gewartet. Ich hatte einige Angebote, einige gute, einige weniger gute, aber Trier bietet mir genau die richtigen Rahmenbedingungen. Wir können mit einem guten Lauf die Playoffs noch erreichen und ich bin hier, um alles dafür zu geben und dem Team zu helfen, wo ich kann.
Wie würdest du deine Spielweise beschreiben?
Ich bin ein vielseitiger Spieler und werde sowohl auf der Eins als auch auf der Zwei spielen; zeitweise mit Derek Raivio zusammen. Ich denke, dass ich ein Führungsspieler bin, der seine Teamkameraden in Szene setzen, aber auch selbst scoren kann. Ich habe einen guten Wurf aus der Distanz, aber wenn ich meinem Mitspieler durch einen Pass einen freien Wurf ermöglichen kann, ist das mindestens genauso viel wert.
Du bist jetzt dein zweites Jahr in Europa. Ist das zweite Jahr einfacher als die Rookie-Saison?
Letztes Jahr war es für mich schwierig, sich an die Gegebenheiten hier in Europa anzupassen. Das erste Mal in einem fremden Land ist wohl für keinen einfach. Es gibt viele Dinge, die du lernen musst, sowohl was das Leben abseits des Feldes angeht als auch die Dinge, die den Basketball betreffen. Das Spiel wird hier einfach anders gespielt. Dieses Jahr, denke ich, habe ich mich in Frankreich gut zurechtgefunden und auch eine solide Leistung abgeliefert.
Wie kam es, dass du im Dezember entlassen wurdest?
Wir hatten ein paar Probleme und haben einfach viele Spiele verloren. Der Club hat reagiert und Veränderungen vorgenommen. Persönlich denke ich, dass ich recht ordentlich gespielt habe, aber der Club hat sich letzten Endes so entschieden.
Dein Nachname „Neitzel“ klingt deutsch. Hast du deutsche Vorfahren?
Ja, ich habe deutsche Wurzeln. Meine Vorfahren sind Ende des neunzehnten Jahrhunderts aus der Nähe von Hannover in die Staaten gegangen.
Wie sind deine ersten Eindrücke von Trier?
Die Stadt an sich sieht sehr nett aus. Ich freue mich schon darauf, Trier etwas näher kennenzulernen, ich bin ja erst einen guten Tag hier.
Kanntest du jemanden aus dem Team?
Gegen Derek habe ich am College gespielt. Mit Jamal habe ich gemeinsam einen NBA-Workout bei den Miami Heat gemacht. Die anderen kenne ich nur als Gegenspieler aus meiner Zeit bei Artland letztes Jahr. Die Jungs haben mich aber sehr gut aufgenommen, helfen mir dabei, mich zurechtzufinden und haben einen sehr starken Zusammenhalt. Sie sind eine tolle Truppe. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate mit den Jungs.
Was sind deine Ziele?
Ich möchte so lange es geht professionellen Basketball spielen. Das war schon mein Traum, als ich noch ein kleiner Junge war. Als Profi in Europa hat man die Möglichkeit, so viele Länder und Städte zu sehen, die bekommt man als normaler Arbeitnehmer in den Staaten nicht so einfach. Für den Rest der Saison möchte ich mit Trier so viele Spiele wie möglich gewinnen und es noch in die Playoffs schaffen.
erstellt am 30.01.2010










